


Ganji’s Reise und die Freiheits- und Friedensbotschaft der Iraner
Der Name Akbar Ganji, ein Iranischer Journalist, ist den
Politikern, der Mediengemeinschaft und den westlichen Intellektuellen, welche
die sozialen, politischen und kulturellen Veränderungen im Iran mit großem
Feingefühl sowie Enthusiasmus verfolgen, nicht unbekannt.
Er, der erst kürzlich nach vielen qualvollen Jahren aus dem Gefängnis entlassen
wurde, hat die Erlaubnis erhalten das Land zu verlassen, um seine Auszeichnungen
entgegenzunehmen, die ihm als Zeichen der Dankbarkeit für seine gezeigte
Kampfbereitschaft und seine Stärke im Namen der Freiheit und als
Verteidigungsakt der Menschenrechte während seiner Zeit im Gefängnis, überreicht
wurden.
Während seinen momentanen Reisen um die Welt stellt sich Ganji als der
Botschafter des Iranischen Volkes, das sich Frieden und Freiheit sehnt, vor.
Blickt man auf das gesellschaftliche und politische Leben dieses Journalisten so
kann man möglicherweise ein Bild erkennen, das teilweise die kulturelle
Werteveränderung der Iranischen Gesellschaft, der Intellektuellen und der
politischen Gemeinschaft zeigt, die seit den frühen Anfängen der Islamischen
Revolution bis zum heutigen Tage an stattgefunden haben; seine beiden Reisen in
den Westen als Botschafter der „Stimmen des Iranischen Volkes“ spiegeln dieses
Bild wieder.
Um seine Dienste als Revolutionär ausführen zu können, wurde Ganji, welcher in
den ersten Jahren der Revolution einer der engagiertesten Anhänger der
Islamischen Revolution war, der Posten als Sicherheitswachmann des Anführers der
Revolution (Ayatollah Khomeini) übergeben. Doch, als die große Aufregung der
Revolution sich beruhigt hatte und als das Islamische fundamentalistische Regime
sein neues Zeitalter der Gründung und Stabilisierung, besonders nachdem der
achtjährige Krieg mit dem Irak beendet war, was wiederum mit der brutalen
Unterdrückung der internen Opposition und der Protestanten zusammentraf, betrat,
kam er allmählich, ebenso wie hunderte andere Islamische Revolutionäre seiner
Generation zu dem Ergebnis, dass die Revolution von ihren ursprünglichen Zielen
abgekommen war. Einerseits war die wirtschaftliche und politische Macht
beschränkt auf bestimmte, erwählte, regierende Gruppierungen und andererseits
führten die starke Unterdrückung sowie der aggressive kulturelle und soziale
Druck, unter denen die Bevölkerung standen, dazu, dass sich große
Unzufriedenheit unter den Bürgern und in großem Maße auch bei den
Intellektuellen sowie politischen, kulturellen und universitären Exekutiven
breit machte. Zur selben Zeit als das Maß der Unzufriedenheit der Bevölkerung
seinen Höhepunkt erreicht hatte, und als das logistische Fundament des Regimes,
welches eigentlich das Resultat der Revolution war, zu wanken begann, begannen
die gebildeten jungen Menschen und die Islamischen Ideologen, wie auch Ganji,
die zwar immer noch an die Idole der Islamischen Revolution glaubten und ebenso
an das religiöse Regime, das daraus entsprungen war, daran zu glauben, dass es
absolute notwendig sei Reformen innerhalb der Machtstruktur durchzuführen, ohne
sich dabei vom politischen und konstitutionellen Hauptformat des klerikalen
Regimes zu entfernen.
Ganji begann seine Karriere als Journalist mit der Veröffentlichung der
wöchentlichen „Rahe Noe“ (Neuer Weg) zur gleichen Zeit als die zweite Khrodad
Bewegung (Ende 1997) an Macht gewann. In kürzester Zeit wurde dieses Magazin zu
einer weiteren Stimme für die Reformisten und neben der Herausgabe von Artikeln
über den Zusammenhang zwischen dem Islam und der Modernisierung und der
Demokratie, wurden auch Artikel publiziert, welche die tagtägliche Politik der
Autoritäten und der mächtige Flügel des Islamischen Regimes kritisierten. Wie
viele Veröffentlichungen von Reformisten dieser Zeit wurde auch „Rahe Noe“ dazu
gezwungen Herausgeben sofort einzustellen. Im Anschluss arbeitete Ganji
freiberuflich für verschiedene reformistische Zeitungen, so wie beispielsweise
„Sobhe Emrooz“, „Asre Azadegan“ und „Fath“. Zur selben Zeit als die
fortlaufenden Mordtaten der Intellektuellen des Landes durch den geheimen
Sicherheitsdienst beauftragt von exekutiven Kommissaren des Regimes stattfanden,
führte seine Arbeit als freiberuflicher Journalist ihn dazu, dass er die
Befürworter und Anhänger dieser Morde sowie die Verantwortlichen aufdeckte. Als
er das erste Mal nach Deutschland, als der Botschafter der Stimmen der Menschen
des Iran, kam war er bekannt geworden als der radikalste Iranische Journalist
und sein Leben war überschattet von extremer Gefahr der Festnahme und
Gefängnisstrafe.
Als Akbar Ganji, eingeladen von Heinrischbel zum aller ersten Mal gemeinsam mit
anderen auserwählten Schriftstellern, Journalisten, Anwälten, Aktivisten von
Studenten- und Frauenbewegungen, nach Berlin reiste, um an einer dreitägigen
Konferenz vom 7-9. April, 2000, wie alle anderen 16 Leute die mit ihm reisten,
teilzunehmen, sah er sich selbst als der Botschafter der Reformistenbewegung aus
dem Kern des regierenden Islamischen Regimes des Iran. In einem einführenden
Interview waren seine Worte über sich selbst und sine reformistischen Freunde
folgende:
„Individualisten, so wie ich es einer bin, sind darum bemüht den Islam mit der
Demokratie zu vereinen und den Islam zu modernisieren. Langsam sind wir eine
soziale Bewegung geworden.“
Zu dieser Zeit, trotz großer Kritik seitens einiger Zweige des Islamischen
Regimes, war es unmöglich zwischen Akbar Ganjis Denkensart, die er mit vielen
anderen Anwesenden der Berlin Konferenz teilte, und jener der religiösen
Intellektuellen, welche das Islamische Regime unterstützen, zu unterscheiden;
denn nicht nur die Struktur des Islamischen Regimes and der schwierige Einfluss
von Organisationen, die verschiedene Sektoren der politischen und der
kulturellen Gemeinschaft kontrollierten, erlaubten oder ermöglichten es, dass
solche Sitzungen durch unabhängige Individuen öffentlich stattfinden, aber auch
Ganji und die Mehrheit seiner Genossen und Gleichgesinnten hatten niemals
wirklich behauptet, dass sie unabhängig handeln würden. Zudem war die
Anwesenheit einer Gruppe von auserwählten Intellektuellen, die hauptsächlich aus
dem Khatami Flügel stammten, welche die Fortsetzung eines klerikalen Regimes
verteidigten, in einer Konferenz in einem Europäischen Land, aus dem Blickwinkel
der internen Anhänger und der Regierungsbeamten, eine wertvolle Gelegenheit
einen positiven Eindruck vor internationalen Regierungen zu hinterlassen und um
eine Wirkung im allgemeinen Meinungsbild in Europa über Khatami’s Regierung zu
hinterlassen. Sogar die deutschen Intellektuellen und Politiker, die als
Gastgeber die Verantwortung für die Iranische Gruppe trugen, führten die
„dreitägige Konferenz über den Iran“ in Berlin, mit der Absicht sich mit manchen
religiösen Intellektuellen vertrauter zu machen und um Meinungen auszutauschen.
Jene behaupteten damals, dass die Iranische Gesellschaft früher oder später in
der Lage sein wird sich in eine demokratische und zivilisierte Gesellschaft
durch eine Reformation der Struktur des klerikalen Regimes zu verwandeln, und
dennoch dabei den Islamischen politischen und zivilen Rahmen zu bewahren. Auch
sie steckten große Hoffnungen und Erwartungen in diese Veränderungen und
versuchten nicht die Tatsache zu verschweigen, dass sie unter keinen Umständen
diese „historische Gelegenheit“ verlieren wollten. Damit waren das Mitwirken,
die genauere Betrachtung und sogar die Mithilfe in diesen historischen
Veränderungen auf dem Weg zur Demokratisierung dieses Landes, trotz des
Islamischen Regimes, gemeint. Gleichzeitig schrieb die Institution Heinrischbel,
die der Hauptorganisator dieses Veranstaltungsorts war, in einem Abschnitt ihrer
Broschüre, welche die Gründe für der Ausführung dieser dreitägigen Konferenz
erläuterte und ihre Erwartungen im Reformationsprozess im Iran verdeutlichte,
folgendes:
„Für Präsident Khatami und sein Kabinett hat eine neue Ära begonnen. Nie wieder
wird es eine Blockierung dieser Agenda dieser Regierung durch das Parlament
geben. (Zu der damaligen Zeit hatte die 6. Runde des Islamischen Parlaments die
absolute Kontrolle über die reformistischen Parlamentsmitglieder, die auf
Khatamis Seite waren.) Das heißt, dass die Zeit der Versprechen zu ende geht und
nun ist die Regierung verpflichtet dazu diese Versprechen zu erfüllen, da ein
großer Teil der Bevölkerung darauf warten, dass eine Reformation stattfindet.
Ganji, so wie viele andere Teilnehmer der Konferenz in Berlin, wurde verhaftet
und ins Gefängnis gesteckt als er zurückkehrte. Man verurteilte ihn wegen
„Verrats der nationalen Sicherheit“. Seitdem sind sechs Jahre vergangen und in
dieser Zeit ist viel passiert; Pressesprecher und Verteidiger des
„Reformprojekts“, so wie Ganji haben sein Scheitern zugegeben. Der höchste im
Rank und das Symbol dieser Bewegung, Präsident Khatami, hat so gut wie
angekündigt, dass er dem Islamischen Regime gegenüber stets loyal sein wird und
dieses unterstützen möchte, sei es auch in der schlimmsten fundamentalistischen
Art und Weise. Dies tat er indem er einen Posten neben Akbar Hashemi Rafsanjani
annahm, der am Höhepunkt der Reformbewegung vor den Miconus Gerichtshof geladen
wurde, da man nachweisen konnte, dass er terroristisch im Ausland involviert war
und wie bekannt war zudem an Mordreihen beteiligt war. Die westliche Welt ist
nicht länger bereit Fundamentalisten und die kriegerische Regierung von
Ahmadinejad sowie die Gefahren, denen man entgegenblicken muss, sollte dieses
Regime im Besitz von Nuklearen Waffen sein, zu tolerieren. Sie sind nicht bereit
noch mehr Zeit als die acht Jahre, die bereits vergeudet sind, zu verlieren.
Sogar die westlichen Intellektuellen, die an demokratischen Veränderungen der
Moslemischen Gesellschaften interessiert sind, richten nun ihre Aufmerksamkeit
auf Moslems die außerhalb der politischen Macht stehen und die nach
Möglichkeiten suchen den Islam unter moslemischen und nicht-moslemischen
Intellektuellen der Gesellschaft, die nicht so sehr daran interessiert sind
politische Macht durch den Gebrauch der Religion als Mittel zum Zweck zu
erreichen, zu modernisieren. Einige der 17 Mitglieder dieser Gruppe, die für die
Reformbewegung innerhalb des Regimes waren verschwanden von der Bildfläche,
flohen aus dem Land oder gingen ins Exil. Andere haben es vorgezogen zu
schweigen, um Folter und Gefangenschaft zu entgehen. Eine andere Gruppe hat den
Glauben an eine Reform innerhalb des Regimes aufgegeben und hat sich der
Oppositionslinie angeschlossen, die sich gegen den direkten Rückschluss von
Religion und Regierung stellen und die nun für die vollständige Separation
dieser beiden Bereiche kämpfen. Einige dieser Gruppe, die aus 17 Mitgliedern
besteht, haben die gesamte oder einen Teil dieser Zeit im Gefängnis verbracht.
Akbar Ganji ist einer dieser Menschen, welche die gesamte Zeit schwer verletzt
in Einzelzellen verbringen. Er hat beinahe sein Leben im Namen der Freiheit und
in Verteidigung der Menschenrechte verloren. Allein sein 70-tätiger Hungerstreik
beweist, dass die Verteidigung des eigenen Glaubens durch die bloße
Willenskraft, selbst Grenzen durchbrechen lässt, die unbezwingbar scheinen.
Heute ist Ganjis Leben und gewiss auch das Leben vieler anderer politischer
Gefangener im Iran, von denen sich ein Großteil auf heroische Art und Weise
schrecklichen Bedingungen aussetzt als ein Zeichen der Freiheits- und
Menschenrechtsverteidigung, um neue Werte in der iranischen Gesellschaft zu
schaffen und um den Iran wieder an die große Familie der internationalen Welt
anzubinden und ebenso um ein friedliches Umfeld zu erlangen, zweifelsohne ein
Symbol der großen Veränderungen in dem kostbaren kulturellen und politischen
Glauben unter der bewussten Gesellschaft des Iran.
Nachdem er diese Veränderungen bei sich selbst und bei der Iranischen
Gesellschaft festgestellt hatte, begann Ganji seine zweite Reiserunde um die
Welt. Sein erster Stop war Moskau, um dort den Goldenen Füller Preis vom
Internationalen Journalisten Institut entgegenzunehmen. Seitdem ist er von
Berlin nach Florenz und New York sowie in andere wichtige, westliche Hauptstädte
gereist, wo er zahlreiche Reden hielt, sich mit vielen intellektuellen,
internationalen Persönlichkeiten unterhielt, und mehrfach die Gelegenheit hatte
von der Presse interviewet zu werden. Wieder behauptet Ganji die Botschaft der
Menschen im Iran zu überbringen. Er nutzt diese Gelegenheit der Freiheit und
nimmt die Mühen auf sich, das Bewusstsein der allgemeinen Öffentlichkeit,
anderer Länder und der Regierungen der Welt zu fördern und um ihre
Aufmerksamkeit auf die Verletzung der Menschenrechte im Iran zu lenken. Dies
gelingt ihm indem er Maßnahmen so wie die Führung eines dreitätigen
Hungerstreiks im eigenen Land sowie im Ausland ergreift, wobei er von einer
großen Anzahl von Iranern im Exil auf der ganzen Welt unterstütz wird. Er und
andere freiheitsliebende Iraner unterschiedlicher Glaubensrichtungen und
politischer Neigungen arbeiten Hand in Hand, um globale Unterstützung für die
Entlassung politischer Gefangener im Iran zu erzielen und um dadurch den Druck
auf die Islamische Republik zu vergrößern.
In diesen Maßnahmen haben Ganji und andere liberale Iranische Intellektuelle die
Abgrenzung zwischen der Bevölkerung und der rebellischen, kriegssüchtigen
Einstellung des klerikalen Regimes genau spezifiziert. In seiner Rede am
Nationalen Institut der Amerikanischen Journalisten, wo er die Auszeichnung des
Jahres 2006 erhielt, betonte dieser Journalist:
„Ihr müsst mich nur als die Stimme betrachten, die die Bedürfnisse, die
Hoffnungen und das Leid der Menschen, wiederspiegelt; die Angst haben, dass sie
verurteilt werden aufgrund der Handlungen jener, die über sie herrschen und dass
ihre Menschlichkeit, welche sie mit allen Geschöpfen teilen, vor den Augen der
Welt unsichtbar erscheint.
Während Ganjis zweimonatiger Tour, von der schon einige Wochen vorbei sind, hat
er viele Reden gehalten und publiziert. Zweifelsohne entspringen viele Aspekte
seiner Reden und Artikel von seinen eigenen Überzeugungen und Meinungen als
einer der intellektuellen, politischen Persönlichkeiten der Gesellschaft und
sind nur von einem meinungspolitischen Sektor der Gesellschaft abhängig. Aber
für jene, die auf seriöse Art und Weise die Angelegenheiten in Verbindung mit
dem Iran verfolgen, ist die Kette am wichtigsten, welche die Iranische
Gesellschaft zusammenhält, und welche die führenden politischen und
intellektuellen Persönlichkeiten in eine vereinigte, gemeinsame Reihe aneinander
bindet. In allen seinen Reden hat Ganji niemals davon abgelassen die Wichtigkeit
des Aufbaus dieser vereinigten Kette zu unterstreichen und bestand bei jeder
Gelegenheit, die er finden konnte darauf dieses Thema anzuführen. Dabei bestand
er auf die Werte der Liberalisierung, auf den Frieden und das friedvolle
Zusammenleben mit anderen Nationen, auf die Verteidigung und die Durchführung
des internationalen Menschenrechtsmanifests im Iran und auf die Administration
von gleichberechtigter Gerechtigkeit für alle Iraner in ihrem Heimatland. Ganji
und alle anderen freiheitsliebenden Iraner, unabhängig von welcher politischen
Familie, sind sich einig, dass solche Werte das Fundament für die heutige
Bewegung zur Demokratie sind und die Konditionen für jegliche Veränderungen im
Iran darstellen. Daher bitten sie alle liberalen, internationalen Gemeinschaften
sie auf diesem hoffnungsvollen Weg zu begleiten!
Die Kettenhungerstreiks der Iraner als Zeichen der Verteidigung der
Iranischen Gefangenen
Kurz im Anschluss an und als Antwort auf Ganjis Ankündigung und Einladung zu
einer dreitägigen Kette von Hungerstreiks mit dem Ziel öffentliche
Aufmerksamkeit und internationale Unterstützung im Kampf um das Leben der
politischen Gefangenen im Iran zu gewinnen, haben tausende Iraner im eigenen
Land und in anderen Teilen der Welt Mitteilungen verschickt, in denen sie ihre
Unterstützung für Ganjis Aufruf und seine Handlungen auf internationaler Ebene
zum Ausdruck brachten. Außerdem haben Hunderte ihre Bereitwilligkeit verkündet
an den Hungerstreiks teilzunehmen und so fand dieser gemeinsame Versuch, an dem
Iraner im In- sowie im Ausland teilnahmen, vom 14. -17. Juli, 2006 in vielen
Städten statt; so wie beispielsweise in Teheran, Ankara, Istanbul, Sydney,
Toronto, Stockholm, Wien, London, Köln, Hamburg, Berlin, Paris, Brüssel,
Atlanta, San Francisco, New York, Los Angeles, Chicago und…
Einige bekannte politische, kulturelle und künstlerische Persönlichkeiten, die
diese Maßnahmen befürworten, um die politischen Gefangenen zu unterstützen, und
einige ihrer Botschaften:
Einen Teil der Mitteilung, die von Mrs. Irene Khan von Amnesty International
gesendet wurde:
„Wann immer die Welt die nuklearen Machenschaften im Iran mit Aufmerksamkeit
verfolgt, ist es auch absolut notwendig die Menschenrechtsthematik in diesem
Land zu betrachten. Dieser Hungerstreik ist eine weitere, opferbringende
Bemühung, um die Aufmerksamkeit auf die schwierigen Umstände zu lenken, in denen
sich die Iranischen Gefangenen wegen ihrer Meinungen befinden.“
Aus den Aussagen, die von Streikenden in Teheran gemacht wurden:
„Es ist die Aufgabe aller Freiheitssuchenden nicht zuzulassen, dass ihre
gefangengenommenen Freunde vergessen werden und ihre Einwände gegen diese
Verhaftungen mit Hilfe von zivilisierten Methoden zum Ausdruck zu bringen. Zudem
sollen sie die regierenden Autoritäten daran erinnern, dass sie die Stimmen des
Friedens nicht durch den Einsatz von Gewalt zum Schweigen bringen, und die
Probleme der Gesellschaft ignorieren können.“
Einen Teil der Mitteilung, die von Anhängern der Referendum Bewegung im Iran
gesendet wurde:
„Der Aufruf zur Kette der Hungerstreiks für die Befreiung der politischen
Gefangenen hat große Unterstützung erfahren, was Hoffnung in die Herzen der
Freiheitskämpfer brachte und den weiteren Zusammenhang sowie die Kooperation
verdeutlichte. Die Referendumbewegung des Iran unterstützt die Hungerstreiks
stark. Die Beteiligten in dieser Kampagne haben den Kampf für die Demokratie und
die Menschenrechte in eine neue und glorreiche Ära geführt.
Aus Akbar Ganjis Botschaft an die Streikenden:
„Jeder stellt sich die Frage wie wir diesen Kampf weiterführen sollen. Doch
hinter dieser Frage, steht die Tatsache, dass ein starker Wille vorhanden ist
den wir weiterführen müssen; und dies müssen wir durch die gleiche gemeinsame
Vereinigung, die wir bereits erreicht haben, schaffen. Ich bin der festen
Überzeugung, dass unsere Hauptaufgabe ist diese Gemeinschaft aufrecht zu
erhalten und zu stärken. Wir müssen unser Netzwerk der Verbindungen erweitern
und kontinuierlich immer mehr Individuen und Gruppen hineinbitten.“
Newsletter – Nr. 4 August 2006
Referendumsbewegung