Aufruf zum
Referendum im Iran.
Die Resolution des Weltkongresses (Referendum im Iran)
in Brüssel, 2. – 4.
Dezember 2005
Der Aufruf zum Referendum über das
zukünftige iranische Grundgesetz wird im nationalen Kampf für die Freiheit als
Wendepunkt in der Freiheitsbewegung im Iran betrachtet. Mit diesem Aufruf fand
auch das nationale Einverständnis eine gemeinsame Basis für die effektive
Zusammenarbeit unterschiedlicher politischen Bewegungen. Die Botschaft des
Referendums besteht hauptsächlich in der Gründung eines demokratischen
Staatssystems durch die iranische Nation und in der Achtung der Menschenrechte
im Iran, im allgemeinen Recht auf Freiheit und in der Ablehnung der
Diskriminierung und Gewalt jeglicher Art. Der Aufruf zum Referendum lehnt jede
Möglichkeit zur Reform und zur Verbesserung der Islamischen Republik im Iran ab
und befürwortet eine freie Volksabstimmung zum Verfassen eines Grundgesetzes,
das auf der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie auf ihren Zusätzen
basiert. Das Bestehen eines solchen Grundgesetzes allein kann die Sicherheit
eines demokratischen Rechtstaats im Iran als eine natürliche und von der Nation
gewollte Demokratie, politisches Recht für alle Iraner ungeachtet des
Geschlechtes, der religiösen Zugehörigkeit und der soziokulturellen Abhängigkeit
gewährleisten.
Die nationale Referendum-Bewegung, die mit der Gründung des Referendum-Komitees
in verschiedenen Städten begann, kann nun auf diesem Weltkongress, der von
zahlreichen Iranern in Amerika und Europa unterstützt wurde, einen Fortschritt
verzeichnen. Der Aufruf zum Referendum ist eine nationale und überparteiische
Bewegung und bildet keine neue politische Gruppe. Auch diejenigen, die daran
teilhaben, bilden keine geschlossene Gruppe. Alle Freiwilligen können sich
zusammen, ungeachtet ihrer politischen Zugehörigkeit, aber mit absoluter
Annerkennung der Vereinbarung zum Referendum dafür einsetzen, dass ein
Gründungsparlament entstehen und die freie Volksabstimmung im Iran durchgeführt
werden kann. Die nationale Bewegung umfasst alle Schichten der Gesellschaft und
beansprucht keinen „Führer“. Demnach hat niemand das Recht, die allgemeine
Beteiligung der Teilnehmer und die Arbeit des Referendumskomitees zu verhindern.
Relevant und unverzichtbar ist es, dass das Referendum in seinen bereits
formulierten Zielen unantastbar bleibt.
Der Aufruf zum Referendum ist ein wegweisender Schritt nach dem Sturz der
Islamischen Republik und ersetzt keineswegs den Kampf gegen diese. Bereits in
dieser Phase müssen grundlegende Ziele und Werte formuliert werden, auf welchen
dann das Grundgesetz auf der Grundlage der Menschrechtskonvention und Demokratie
basieren kann. Die Anerkennung der allgemein gebilligten Vereinbarungen sichert
dieses Ziel. Ansonsten kann ein Missbrauch des Referendums nicht ausgeschlossen
werden, was dann zu einer Anarchie führen wird. Daher erklärt die
Referendum-Bewegung folgende Vereinbarungen für anerkannt und richtungsweisend
und sich selbst zu ihrer Achtung und Durchführung für verpflichtet.:
Die Referendum-Bewegung unterstützt
hinsichtlich der Verachtung der Menschenrechte in der Islamischen Republik alle,
die sich für die Achtung und Durchführung der allgemeinen Menschenrechte im Iran
einsetzen und spricht ihnen ihren großen Dank aus. Die Referendum-Bewegung
appelliert an internationale Führungen besonders an die
Menschrechtsorganisationen, der Frage nach der Einhaltung der Menschenrechte im
Iran ernsthaft nachzugehen. Die Referendum-Bewegung will die Freiheit aller
politischen Gefangenen ohne Einschränkung und würdigt den Kampf von politischen
Gefangenen wie Akbar Gandschi, Abas Amirentezam und Naser Zarafschan sowie den
Einsatz aller iranischen Studenten, Frauen und Arbeiter.
Hoch lebe der Iran.